Projektwoche Nachhaltigkeit

Im Jahr 2011 fand erstmals für den gesamten Jahrgang einer Frankfurter weiterführenden Schule eine Projektwoche zum Thema „Nachhaltige Entwicklung” statt. Ziel ist es, nachhaltigkeitsbezogenes Wissen und Können der Schülerinnen und Schüler zusammenzuführen und zu erweitern. Die Projektwoche soll helfen, sich in Richtung zukunftsfähiger Lebensstile zu orientieren, die Entscheidung für den weiteren Bildungsweg und die Berufswahl  zu modulieren und einen Impuls für gesellschaftliches Engagement zu geben. Die Projektwochewoche fand auf Initiative des Bildungswerks des Jugend- und Sozialamts statt und wurde von der Naturschule Hessen, dem WWF und Umweltlernen in Frankfurt e.V. zusammen mit der IGS-Nordend durchgeführt.

Seit der Pilotphase finden Jahr für Jahr Projektwochen zum Thema „Nachhaltigkeit” mit Frankfurter Schulen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und Partnern statt, so auch an der IGS-Eschersheim, an der IGS-West und der Hostatoschule.

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Bildung für nachhaltige Entwicklung an weiterführenden Schulen

Die Projektwoche geht neue Wege zur Vermittlung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung” in der Mittelstufe. Sie greift das in der Schule in verschiedenen Fächern erworbene Wissen auf und versucht Orientierungswissen und Selbstreflexiziät zu vermitteln. Diese Impulse fallen in eine Zeit in der die Jugendlichen einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Sie stehen vor dem Hauptschul- bzw. dem Realschulabschluss und vor der Frage, wie es in ihrem Bildungsgang bzw. in ihren beruflichen Weg weitergeht. Dies umfasst sowohl die persönliche wie die gesellschaftliche Zukunft.

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Themenschwerpunkte der Projektwoche

Die Projektwoche greift exemplarisch Themen aus dem Bereich nachhaltiger Entwicklung auf, die auf unterschiedliche Weise mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler verknüpft sind. Entsprechend ihrem persönlichen Interesse wählen sich die Schülerinnen und Schüler in eine der Themenschwerpunkte eine:

Klima & Energie, Ernährung, Kleidung, Mobilität, Ökologischer Fußabdruck.

  • Der Schwerpunkt Energie und Technik wird von der Lernwerkstatt „Energie schlau nutzen!” eingeleitet. Sie geht der Frage nach, welche Möglichkeiten bestehen, den Klimawandel zu beeinflussen.
  • Der Schwerpunkt Ernährung fragt nach den Klimafolgen unserer Ernährungsweise. Grundlage ist die Mitmachausstellung „Klimagourmet“ des Energiereferats.
  • Anknüpfungspunkt des Schwerpunkts Kleidung ist der Lebenszyklus eine T-Shirts. Erarbeitet werden die sozialen und ökologischen Auswirkungen unseres Kleidungskonsums mit Hilfe der Lernwerkstatt „Was ist (m)ein T-Shirt wert?”.
  • Der Schwerpunkt Mobilität greift auf das erfolgreiche Programm „Bike im Trend“ des Stadtschulamts zurück. Die Schülerinnen und Schüler erkunden vorhandene Mobilitätsangebote und untersuchen Perspektiven einer nachhaltigen Mobilität.
  • Im Thema „Ökologischer Fußabdruck” bündeln sich verschiedene Aspekte unseres  Lebensstils. Die Auswirkungen verschiedener Lebensstile werden „durchgespielt“ und auf die Lebenswelt bezogen.

Der letzte Tag ist der inhaltliche und emotionale Höhepunkt der Woche. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Ergebnisse der Arbeitsgruppen in einem halböffentlichen Forum. Im Gespräch mit Akteuren unterschiedlicher Formen des gesellschaftlichen Engagements erkunden und diskutieren sie Möglichkeiten eigenen Handelns.

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